Morbus Crohn - Behandlung
Die Behandlungsziele bei Morbus Crohn liegen in der Einleitung und späteren Aufrechterhaltung einer Remission. Darüber hinaus kann eine Ergänzung von Nährstoffen notwendig sein.
Steroide: Haben als Kurzzeittherapie Wirksamkeit für die Einleitung einer Remission gezeigt. Steroide werden mangels Wirksamkeit in Kombination mit dem hohen Risiko von Nebenwirkungen nicht in der Erhaltungstherapie eingesetzt.
Aminosalicylate: Werden als sicher angesehen, jedoch mit eher geringer Wirksamkeit bei Morbus Crohn. Trotz dieses Wirkprofils werden Aminosalicylate als eine Basismedikation betrachtet, besonders bei leichteren Formen der Erkrankung.
Antibiotika: Der Einsatz von spezifischen Antibiotika wird bei Morbus Crohn häufig als 2. Stufe in leichteren Fällen versucht, oftmals in Kombination mit anderen Medikamenten.
Immunsuppressiva: Werden als wirksam erachtet und besonders in der Erhaltungstherapie in Betracht gezogen. Aufgrund eines erhöhten Risikos von schweren Nebenwirkungen werden Immunmodulatoren als 3. Stufe der Medikation angesehen.
Adacolumn® Apherese: Ist ein einzigartiger nicht-pharmakologischer Ansatz bei Morbus Crohn. Anstelle der Verabreichung eines Medikamentes reduziert das Adacolumn® Apherese System eine bestehende Entzündung mittels Adsorption über-aktivierter weißer Blutkörperchen aus dem Blutkreislauf,. Dadurch wird die Entzündungsbelastung ohne das Risiko von Nebenwirkungen durch Medikamente reduziert.
Siehe Adacolumn
Operative Behandlung: Bei circa. 50% der Patienten mit Morbus Crohn wird irgendwann ein operatives Eingreifen erforderlich. Man glaubt, dass die neuesten Fortschritte bei der Behandlung des Morbus Crohn die Zahl der Patienten, die eine Operation benötigen, verringern wird. Des Weiteren entwickelte sich ein konservativer Operationsansatz der der Bedeutung des Erhalts von soviel des Verdauungstraktes wie möglich Rechnung trägt.