Krankheitsverlauf

Durchschnittlich tritt der Morbus Crohn im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Jedoch kann er auch bei Kindern und älteren Menschen auftreten. Neueste Berichte zeigen, dass die Krankheit immer häufiger bei heranwachsenden Kindern auftritt. Beim Morbus Crohn kann die Entzündung den gesamten Gastrointestinaltrakt betreffen, von der Mundhöhle bis zum Anus. Üblicherweise tritt er aber beim individuellen Patienten an einer bestimmten Stelle auf. Im Allgemeinen kann man die Patienten mit Morbus Crohn in drei gleich große Gruppen einteilen: Jene mit Entzündung des Dünndarmes, andere mit Entzündung des letzten Abschnittes des Dünndarms (Ileum) und des Dickdarms und diejenigen, bei denen die Entzündung nur auf den Dickdarm begrenzt auftritt. Es ist eine irrige Meinung, die Entzündung bei Morbus Crohn neige dazu, sich im Laufe der Zeit auf den gesamten Gastrointestinaltrakt zu auszudehnen. Tatsächlich betrifft die Entzündung eine beim Patienten individuell prädestinierte Stelle. Der Morbus Crohn weist im Verlauf Remissionen und Rückfälle auf.

Interessanterweise zeigen Studien in den USA, dass die meiste Zeit in durch Medikamente oder Operation herbeigeführter Remission verbracht wird.

Symptome
Die klinischen Symptome, die mit dem Morbus Crohn assoziiert werden, hängen von verschiedenen Faktoren ab. Durchfall ist ein typisches Merkmal der Mehrheit der Patienten. Rektale Blutungen treten in circa 30% der Fälle auf. Appetitverlust, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen sind häufige Symptome. Im schwereren aktiven Stadium treten häufig Fieber und Schwächezustände auf.

Nicht-gastrointestinaler Morbus Crohn
Bei ca. 10% der Patienten mit Morbus Crohn liegt die Manifestation der Krankheit außerhalb des Gastrointestinaltraktes. Schmerzen und Entzündung an Gelenken sind die häufigsten nicht-gastrointestinalen Manifestationen. Seltener können auch die Haut, Augen oder Leber betroffen sein.

Untersuchungen
Die Diagnose des Morbus Crohn basiert auf der typischen Krankengeschichte in Kombination mit endoskopischer oder radiologischer Untersuchung.

Blutproben können Zeichen einer aktuellen Entzündung erkennen lassen und Stuhlproben dem Ausschluss eines infektiösen Ursprungs dienen.